Zertifizierung Lungenkrebszentren
Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft ist es, die Versorgung der an Krebs erkrankten Menschen zu verbessern. Parallel zu diversen anderen Aktionen hat die Deutsche Krebsgesellschaft hierfür in Zusammenarbeit mit OnkoZert ein gesamtheitliches Zertifizierungssystem für die Onkologische Versorgung entwickelt.
Um den spezifischen Anforderungen an der Behandlung verschiedener Krebsarten gerecht zu werden, wurden für die häufigsten Hauptkrebsarten (wie Brust, Darm etc.) spezielle Anforderungsprofile sowie Zertifizierungssysteme entwickelt. Unter dieser Zielsetzung entstand unter Beteiligung der Pneumologisch-Onkologischen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie auch das Zertifizierungssystem für Lungenkrebs.
Die Zertifizierungsanforderungen und somit die Grundlage für die Zertifizierung von Lungenkrebszentren sind die Fachlichen Anforderungen an Lungenkrebszentren (FAL), welche in dem sogenannten Erhebungsbogen festgelegt sind.
Fachliche Anforderungen Lungenkrebszentren (FAL)
Die Fachlichen Anforderungen Lungenkrebszentren (FAL), dargestellt in dem Erhebungsbogen, stellen die Zertifizierungskriterien dar. Von einem zu zertifizierenden Lungenkrebszentrum ist im Vorfeld des Zertifizierungsaudits im Erhebungsbogen darzulegen, wie und in welchem Umfang die gestellten Anforderungen erfüllt werden.
Download Erhebungsbogen Lungenkrebszentren (Stand 18.04.2011)
Download Matrix Ergebnisqualität (Stand 18.04.2011)
Anfrage/Antragsstellung
Um konkrete Informationen über die Zertifizierung eines Lungenkrebszentrums geben zu können, benötigen wir einige Angaben, die in der anhängenden „Anfrage Zertifizierungsaufwand“ mitzuteilen sind. Auf Basis dieser Angaben überprüfen wir die grundsätzliche Zertifizierbarkeit des Lungenkrebszentrums und erstellen eine Aufwandsbetrachtung.
Download Anfrageformular
Ablauf der Zertifizierung
Der
Ablauf der Zertifizierung erfolgt analog dem Zertifizierungssystem der sonstigen Organkrebszentren (Brustkrebszentren, Darmkrebszentren, …).
Mehrstandortige Lungenkrebszentren
Unter einem kooperierenden Lungenkrebszentrum versteht man einen Zusammenschluss mehrerer Standorte, an denen unter dem Namen des Lungenkrebszentrums eine gesamtheitliche Patientenversorgung erfolgt bzw. von dort gesteuert wird. Grundvoraussetzung ist eine thoraxchirurgische und/oder pneumologische Behandlungseinheit, welche die Anforderungen gemäß Erhebungsbogen nachweist.
Für die Zulassung zum Zertifizierungsverfahren ist eine Strukturbewertung mit einem positiven Ergebnis erforderlich. Für die Strukturbewertung ist ein Zeitraum von ca. 2 bis 3 Monaten einzuplanen, insbesondere wenn durch den Ausschuss weiterführende Angaben nachgefragt wurden. Verbunden mit den sonstigen Bearbeitungsschritten einer Erstzertifizierung sollte zwischen Anfrage und geplanter Audittermin ca. 4 bis 6 Monate einkalkuliert werden. Weitergehende Informationen für die Zulassung zum Zertifizierungsverfahren finden Sie in dem Dokument „Auslegungsrichtlinie Mehrstandortige Lungenkrebszentren“.
Für die Abstimmung der strukturellen Betrachtung ist direkt Kontakt mit OnkoZert aufzunehmen. Die Bereitstellung des Formulars „Anfrage Mehrstandortiges Lungenkrebszentrum“ erfolgt ebenfalls in dem persönlichen Kontakt.
Download Auslegungsrichtlinie Mehrstandortige Lungenkrebszentren
Fachexperten
Die fachliche Überprüfung von onkologischen Zentren und Organkrebszentren im Rahmen von Zertifizierungsverfahren erfolgt durch so genannte Fachexperten. Diese Fachexperten haben ein mehrstufiges Qualifizierungsverfahren zu durchlaufen, an dessen erfolgreichem Ende die Ernennung zum Fachexperten durch die Deutsche Krebsgesellschaft steht. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf unserer home-page unter Fachexperten.