Informationen Zertifizierung Prostatakrebszentren

Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft ist es, die Versorgung der an Krebs erkrankten Menschen zu verbessern. Parallel zu diversen anderen Aktionen hat die Deutsche Krebsgesellschaft hierfür in Zusammenarbeit mit OnkoZert ein gesamtheitliches Zertifizierungssystem für die Onkologische Versorgung entwickelt.

 

Um den spezifischen Anforderung an der Behandlung verschiedener Krebsarten gerecht zu werden, wurden für die häufigsten Hauptkrebsarten (Brust, Darm, Prostata, …) spezielle Anforderungsprofile sowie Zertifizierungssysteme entwickelt. Unter dieser Zielsetzung entstand auch das Zertifizierungssystem für Prostatakrebs.

 

Die Zertifizierungsanforderungen und somit Grundlage für die Zertifizierung von Prostatakrebszentren sind die Fachlichen Anforderungen an Prostatakrebszentren, welche in dem sogenannten Erhebungsbogen festgelegt sind.

 

 

Fachliche Anforderungen Prostatakrebszentren (FAP)

Die Fachlichen Anforderungen Prostatakrebszentren (FAP), dargestellt in dem Erhebungsbogen, stellen die Zertifizierungskriterien dar. Von den Prostatakrebszentren ist im Vorfeld des Zertifizierungsaudits im Erhebungsbogen darzulegen, wie und in welchem Umfang die gestellten Anforderungen erfüllt werden. Der Anhang „Kennzahlen“ ist fester Bestandteil des Erhebungsbogens und somit zeitgleich mit dem Erhebungsbogen einzureichen.

Download Erhebungsbogen (Stand: 18.03.2010)      nur noch für Audits in 2011 gültig

Download Erhebungsbogen (Stand: 13.05.2011)      verbindlich für alle Audits ab 01.01.2012; keine Anwendung in 2011

 

 

Neuer Erhebungsbogen

Der Erhebungsbogen mit Stand 13.05.2011 ist für alle ab dem 01.01.2012 terminierten Audits zu verwenden. Bis zu dem 31.12.2011 ist der bisherige Erhebungsbogen mit Stand 18.03.2010 verbindlich anzuwenden. Dies bedeutet, dass der neue Erhebungsbogen (Stand 13.05.2011) nicht für Audits, welche in 2011 stattfinden, genutzt werden kann.

 

Gegenüberstellung Änderungen Erhebungsbogen alt – neu

In dem nachfolgend als Download abgebildeten Erhebungsbogen wurden die vorgenommen Änderungen vermerkt (farblich blau gekennzeichnet). Bei diesem Dokument handelt es sich um ein inoffizielles Arbeitsdokument. Hinsichtlich der Vollständigkeit und Korrektheit der Gegenüberstellung wird keine Verantwortung übernommen.

Download Erhebungsbogen alt - neu

 

 

Anfrage/Antragsstellung

Um konkrete Informationen über die Zertifizierung eines Prostatakrebszentrums geben zu können, benötigen wir einige Angaben, die in der anhängenden „Anfrage Zertifizierungsaufwand“ mitzuteilen sind. Auf Basis dieser Angaben überprüfen wir die grundsätzliche Zertifizierbarkeit des Prostatakrebszentrums und erstellen eine Aufwandsbetrachtung.

Der Ablauf der Zertifizierung erfolgt analog zu den anderen Organkrebszentren (Brust, Darm, …) .

Download Anfrageformular

 

 

Kooperierende Prostatakrebszentren

Besteht die Struktur des geplanten Prostatakrebszentrums aus mehr als einem operativen oder radioonkologischen Klinikstandort, dann ist im Vorfeld der Zertifizierung eine Strukturbewertung vorgesehen, in der die grundsätzliche Zertifizierbarkeit der Struktur des mehrstandortigen Prostatakrebszentrums überprüft wird (positives Bewertungsergebnis Voraussetzung für Zulassung zum Zertifizierungsverfahren). Diese Strukturbewertung sollte frühzeitig, wenn möglich im Vorfeld einer möglichen Gründungsentscheidung eines Prostatkrebszentrums, vorgenommen werden. Für die Abstimmung der strukturellen Betrachtung ist direkt Kontakt mit OnkoZert aufzunehmen.

 

Für die Strukturbewertung ist ein Zeitraum von ca. 2 bis 3 Monaten einzuplanen, insbesondere wenn für die Bewertung die Nachreichung von Unterlagen erforderlich ist. Verbunden mit den sonstigen Bearbeitungsschritten einer Erstzertifizierung sollte zwischen Anfrage und geplanter Audittermin mind. 4 bis 6 Monate einkalkuliert werden.

 

 

Urologische Praxen

Für die mit einem zertifizierten Prostatakrebszentrum kooperierende Urologische Praxis besteht die Möglichkeit, ein Zertifikat im Rahmen der DKG-Kriterien zu erhalten. Diese Form der Kooperation ist freiwillig und somit keine Anforderung für die Zertifizierung. Weiterführende Angaben hierzu sind unter "Hinweise Zertifizierung" abgebildet. Ebenfalls für urologische Praxen von Bedeutung ist der nachfolgende Abschnitt "Patientenbefragung".

 

 

Patientenbefragung

Für die einheitliche Erfassung von Kontinenz, Impotenz und Lebensqualität besteht ein Patientenfragebogen, der für alle zertifizierten Prostatakrebszentren (bzw. kooperierende urologische Praxen) verbindlich anzuwenden ist. Weiterführende Angaben hierzu sind unter "Hinweise Zertifizierung" abgebildet

 

 

Fachexperten

Die fachliche Überprüfung von Zentren im Rahmen von OnkoZert-Zertifizierungsverfahren erfolgt durch so genannte Fachexperten. Diese Fachexperten haben ein mehrstufiges Qualifizierungsverfahren zu durchlaufen, an dessen erfolgreichem Ende die Ernennung zum Fachexperten durch die Deutsche Krebsgesellschaft steht. Das Qualifizierungsverfahren für Fachexperten erfordert u.a. den Nachweis von bestimmten Zulassungsvoraussetzungen, die Teilnahme an einem Qualifizierungslehrgang mit abschließender Qualifizierungsprüfung sowie die erfolgreiche Teilnahme an einem Hospitationsverfahren.

 

Detailinformationen zur Qualifizierung als "Fachexperte"

 

 

 

 

 

 

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